Trockenbau – das lückenlose Programm für mehr Wohnqualität

Das Tätigkeitsfeld des Trockenbaus hat sich aus kleinen Anfängen zu einem wichtigen und zukunftsweisenden Zweig des Isolierhandwerks entwickelt. Nachdem der trockene Innenausbau zunächst als Teilleistung der verschiedenen Gewerken vor allem in Kleinobjekten, z.B. beim Dachausbau, zur Anwendung kam, setzte sich der Trockenbau in den sechziger und siebziger Jahren vor allem im öffentlichen und gewerblichen Objektbau überzeugend durch. In dieser Zeit wurden die bautechnischen und bauphysikalischen Grundlagen des Trockenbaus geschaffen, die auch in zahlreichen Normen ihren Niederschlag fanden.

Die Einhaltung bestehender Bausubstanz und der Einbau neuer zusätzlicher Bauteile in ein vorhandenes Bauwerk erfordern gegenüber Neubauten andersartige Techniken und eine auf die Belange des Altbaus zugeschnittene Arbeitsplanung.

Für Modernisierungsaufgaben bieten sich besonders Baustoffe und Systeme an, die mit möglichst geringem Aufwand trocken und termingerecht zum Einsatz kommen und damit einen zügigen Arbeitsablauf mit schneller Fertigstellung und Wiederaufnahme der Gebäudenutzung ermöglichen. Die Anwendung vorgefertigter Bauteile in Trockenbauweise trägt dazu bei, dass diese Forderungen erfüllt werden können.

Die Trennung von tragenden und ausfachenden Bauteilen bei Skelettbauten hat sich ebenso durchgesetzt wie der schichtweise Aufbau einzelner Bauteile. Dabei übernehmen z.B. einzelne Schichten der Konstruktion bestimmte Aufgaben der Gesamtkonstruktion, z.B. die Wärmedämmung oder den Schallschutz.

Die Kenntnisse der bauphysikalischen Grundlagen und ihrer Einflüsse auf die jeweiligen Konstruktion ist daher für die Bauplanung und Bauausführung unerlässlich.

Mit Trockenbausystemen können nahezu alle Anforderungen des Wärme-, Kälte-, und Brandschutzes erfüllt werden. Eine große Konstruktionsvielfalt ermöglicht die Berücksichtigung unterschiedlichster Anforderungen.

Die bauphysikalischen Anforderungen sind in den einzelnen Normen aufgeführt; z.B.
DIN 4102: Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen
DIN 4108: Wärmeschutz im Hochbau
DIN 4109: Schallschutz im Hochbau

Durch den Einsatz von Hohlraumkonstruktionen im Wand – und Deckenbereich können die Ver- und Entsorgungseinrichtungen der Sanitär-, Klima- und Elektrotechnik eingebracht werden. Durch die handelsüblichen Befestigungsteile, wie z.B. Sanitär-Tragständer für Waschtische und wandhängende WC-Becken, sowie durch komplett vorgefertigte Sanitär-Elemente können Installationen sicher und kostensparend in leichten Montagewänden integriert werden.

Der Trockenausbau hat Einfluss auf die Menschen und die Umwelt. Über die DIN-Vorschriften hinaus sind die Trockenbauarbeiten durch verschiedene Umweltgesetze und Verordnungen geregelt. Diese betreffen vor allem die Bereiche Energie/ Wärme, Luft, Lärm, Gefahrenstoffe und Abfall. Rechtliche Grundlage für die Einsparung von Energie durch Wärmeschutz ist zur Zeit noch die Wärmschutzverordnung, die aufgrund des Energieeinsparungsgesetzes erlassen wurde.

Die Grundlagen für eine ökologisch orientierte Wahl von Trockenbaustoffen ist die Kenntnis der Inhaltsstoffe eines Bauproduktes, der Herstellungs-, Verarbeitungs- und Anwendungsvorgänge, der Eigenschaften eines Produktes im Gebrauchszustand und dessen Verhalten bei einem Störfall (z.B. Brand). Bedeutend für den Umweltschutz ist die Qualität der ausgeführten Trockenbauarbeiten.  Diese entscheidet über die ökologische Qualität des gesamten Bauwerkes.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.